Anfang November hat der Senat den „Bremer Weg“ zum kosteneffizienten und zukunftsfähigen Bauen beschlossen. Dieser enthält mehr als 200 Vorschläge zur Senkung der Baukosten, zur Beschleunigung von Verfahren und zur Vereinfachung von Planungsprozessen. Viele davon basieren auf dem sogenannten Hamburg-Standard, wurden aber an Bremer Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt. Ziel ist, die Baukosten um bis zu ein Drittel der derzeitigen Durchschnittskosten abzusenken – was rechnerisch Einsparungen von rund 1.250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche entspricht.
Thomas Kurzke, Präses der Handwerkskammer Bremen, zum „Bremer Weg“: „Wir begrüßen grundsätzlich, dass der Senat das Problem der hohen Baukosten zielorientiert angeht. Vieles, was in Hamburg funktioniert, kann sicher auch in Bremen seine Wirkung entfalten. Wenn es tatsächlich gelingen sollte, entbehrliche Bauvorschriften abzuschaffen und die Verwaltungsverfahren zu beschleunigen, wäre schon viel gewonnen. Wichtig ist aber, dass der „Bremer Weg“ auch wirklich gelebt wird und die Weichen dafür gestellt werden, dass er künftig auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden beschritten werden kann.“
