Neues Netzwerk für Meisterprüfer

Wer als Prüferin oder Prüfer die Kenntnisse und Fertigkeiten angehender Meisterinnen oder Meister abfragt, dem macht in fachlicher Hinsicht so schnell niemand etwas vor. Doch das bedeutet nicht, dass Prüferinnen und Prüfer nicht noch etwas dazulernen können. Dabei kann ein funktionierendes Netzwerk helfen. Aus diesem Grund möchte die Handwerkskammer den gegenseitigen Austausch fördern und hat jetzt zu einem ersten Netzwerktreffen eingeladen.

Präses Thomas Kurzke freute sich über die gute Resonanz auf die Einladung. Mit dem angestrebten Netzwerk möchte die Kammer den Prüferinnen und Prüfern ein Forum bieten, in dem sie sich regelmäßig vernetzen können. Ein mögliches Thema kann der Austausch darüber sein, was in den Prüfungen gut läuft, aber auch, was gegebenenfalls verbessert werden kann. „Das Ziel ist, Erfahrungen zu teilen, Ideen mitzunehmen und Kontakte zu vertiefen“, so Kurzke.

Nach der Begrüßung leitete er zum Fachthema des Abends unter der Überschrift „KI im Prüfungswesen“ über. Max Behrens vom Beratungsunternehmen Bremer & Behrens informierte zunächst über die grundsätzlichen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz („KI gibt nicht die richtige Antwort, sondern immer nur die wahrscheinlichste.“) und ging danach auf konkrete Anwendungen ein. Dazu gehört unter anderem die so genannte Optical Character Recognition (OCR), die Handschrift in leserlichen Text übersetzt und damit Prüferinnen und Prüfern die Arbeit erleichtern kann. Außerdem beschrieb er die Arbeitsweise von KI-Detektoren, die Prüferinnen und Prüfer das „Aufspüren“ von KI-generierten Inhalten ermöglichen soll.