Infos über Nadelöhre im Bremer Süden und Osten

Womit Betriebe im Zuge der A1-Brückensanierung und dem Ringschluss der A281 rechnen müssen.

Mitte August soll die nächste Sanierungsphase an der A1-Weserstrombrücke beginnen. Und ab Frühjahr 2026 wird eine weitere Baustelle im Zug des Ringschlusses der A281 massive Beeinträchtigungen an der Kreuzung Neuenlander Straße/Kattenturmer Heerstraße mit sich bringen. Beides zusammen wird den Straßenverkehr im Bremer Süden und Osten deutlich beeinträchtigen.

Bei einer Info-Veranstaltung der Senatorinnen für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung sowie für Wirtschaft, Häfen und Transformation, der Handelskammer und der Arbeitnehmerkammer konnten sich Unternehmen über die Auswirkungen der Bauarbeiten informieren. Ebenso über Maßnahmen im Bereich ÖPNV und Radverkehr, welche die Erreichbarkeit der ansässigen Unternehmen für Kunden und Mitarbeitende verbessern sollen.

Um den aktuellen Zustand der A1-Brücke zu veranschaulichen, verglich Sebastian Max von der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH das Bauwerk mit einem billigen Kleiderschrank, der schon sechsmal auf- und abgebaut wurde. Die in den 1960er Jahren errichtete Brücke sei für die heutige Belastung von durchschnittlich 130.000 Fahrzeugen pro Tag, darunter knapp ein Viertel Schwerlastverkehr, nicht ausgelegt. Die Folge seien unter anderem Risse in der Stahlkonstruktion und erhebliche Korrosionsschäden.

Brückenarbeiten bis Anfang 2028 geplant

Bis Anfang 2028 wird die DEGES die Brücke unter laufendem Verkehr instand setzen und ertüchtigen. Ab Mitte August dieses Jahres wird der Verkehr mit je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen komplett auf die Richtungsfahrbahn Osnabrück verlegt. Die Richtungsfahrbahn Hamburg wird dann bis September 2026 gesperrt und saniert. Danach folgt das Procedere in der entgegengesetzten Richtung. Parallel laufen die Planungen für einen Ersatzneubau der Brücke sowie einen achtstreifigen Ausbau der A1 zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und dem Bremer Kreuz. Dieser Abschnitt gehört laut der DEGES zu den am stärksten befahrenen deutschlandweit.

Zusätzlich zu den Brückenarbeiten wird die Fertigstellung des Ringschlusses der A281 an der Kreuzung Neuenlander Straße/Kattenturmer Heerstraße ab Frühjahr 2026 für einen Engpass sorgen. Laut Jörn Kück von der DEGES kann der Ausweichverkehr nur teilweise durch die Carl-Carstens- und die Stephanibrücke aufgenommen werden. Letztlich werde auch mehr Verkehr durch die Neustadt fließen.

Um die Erreichbarkeit der Unternehmen im Süden und Osten der Stadt trotz der Bauarbeiten zu gewährleisten, setzen die Senatorinnen auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs – dazu gehört auch der Ausbau des Busnetzes mit dem Schwerpunkt Gewerbegebiete – und die Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt wies darauf hin, dass die schnelle Erreichbarkeit und eine gute Ladeinfrastruktur für Pkw und Fahrräder heutzutage ein wichtiger Faktor bei der Gewinnung von Fachkräften ist.

Foto: DEGES