Mit den Gesellenbriefen haben sie die erste Stufe der Karriereleiter erklommen. Als Fachkräfte verstärken sie künftig die Bremer Handwerksbetriebe. Die Freisprechungsfeiern sind der krönende Abschluss ihrer Ausbildung.

Bauhandwerke

Die Innung des Bauhandwerks Bremen freute sich über insgesamt 29 junge Fachkräfte, unter ihnen je acht Maurer und Zimmerer, 11 Straßenbauer und zwei Fliesenleger.

Obermeister Jürgen Rotschies sprach sie aus ihren Ausbildungsverhältnissen frei und gratulierte zu den bestandenen Prüfungen. Ebenso Norman Treffer. Für ihn war die Freisprechung als neuer Lehrlingswart der Innung eine Premiere.

Als Jahrgangsbeste im Maurerhandwerk zeichnete die Innung Leon Büscher (Ausbildungsbetrieb: Zech Bau SE), Peter Willem Weiß (Lutz Vetter GmbH) und Simon Urban (Axel Nachtigall, Winterprüfung 2025/26) aus. Jahrgangsbeste im Straßenbauerhandwerk wurden Daniel Krist (Brema Bau-AG), Brian Resch (Brema Bau-AG) und Paul-Georg Blanken (Strabag AG). Die besten Prüfungsergebnisse als Zimmerer erzielten Hanno Erhard Pioreck (Zimmerei Schilling GmbH & Co. KG), Matthis Götz (Hinrichs & Steinmann GbR, Winterprüfung 2025/26) und Marten Dreyer (Zimerei und Holzbau Hocke GmbH).

Bäckerhandwerk

In keinem anderen Land der Erde gibt eins so große Brotvielfalt wie in Deutschland. Die ehemaligen Auszubildenden im Bäckerhandwerk kennen sich aufgrund ihrer hervorragenden Ausbildungen bestens damit aus. Bei der Freisprechungsfeier überreichte Obermeister Peter Büser sieben Bäckerinnen und Bäckern sowie acht Fachverkäuferinnen und -verkäufern im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei die Gesellenbriefe.

Konditorenhandwerk

Für die süßen Momente des Lebens sind unter anderem Konditorinnen und Konditoren zuständig. Welche Kunstwerke sie mit lecken Zutaten zaubern können, zeigen sie eindrucksvoll bei ihren Abschlussprüfungen. Die Fachverkäuferinnen und -verkäufer im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Konditorei sind dagegen Profis, wenn es darum geht, Kundinnen und Kunden zu beraten. Jetzt freuten sich sowohl die einen wie die anderen über ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. Bei der Freisprechungsfeier in der BÄKO Oldenburg gratulierte unter anderem Obermeister Bernard Timphus.

Prüfungsbeste Konditorin der Winterprüfung 2025/26 wurde Insa Theresa Seonbucher (Ausbildungsbetrieb Konditorei Knigge). In den Sommerprüfungen schnitten Frida Petry (Konditorei Knigge) und Lena Pohl (Waltraud Schnitzler) am besten ab.

Friseurhandwerk

Sie sind die Fachleute für den gelungenen Auftritt und kennen sich mit den neuesten Frisurentrends bestens aus. Ihren eigenen großen Auftritt hatten die jungen Friseuinnen und Friseure jetzt bei der Freisprechungsfeier der Friseurinnung Bremen. Insgesamt 59 ehemalige Auszubildende aus den Prüfungsdurchgängen Sommer 2026 und Winter 2025/26 sprach Obermeister Heiko Klunker frei. Ihre Glückwünsche überbrachte auch Friseurmeisterin und Kammer-Vortstandsmitglied Sabrina Menke.

Für besonders gute Prüfungsleistungen bekam Negervan Mohamed eine extra Urkunde. Seine Ausbildung hat er im Kompetenzzentrum Handwerk gGmbH absolviert.

Für ihre guten Leistungen wurden ausgezeichnet: Thies Sense (Betrieb: Trend Hair GmbH), Sanaa Ali, Mohammed Darwish und Jahed Mulham (Handwerk gGmbH), Alaa Baldal Ido (Angelika Fricke-Bechert), Aleksandra Maradzhieva (Ryf Coiffeur GmbH), Nisa Demir (Müzeyen Demir).

Maler- und Lackiererhandwerk

Wie sähe unsere Welt ohne Malerinnen und Lackiererinnen aus? Mit dem Know-how, dass sich die insgesamt 34 jungen Fachkräfte in ihrer Ausbildung angeeignet haben, können sie sie noch etwas bunter machen. Thomas Kurzke, Präses der Handwerkskammer und Vorstandsmitglied der Maler und Lackierer-Innung Bremen, Lehrlingswartin Sonja Hespenheide Hollweg und Innungsmitglied Matthias Horr übergaben 18 Malerinnen und Lackiererinnen, 9 Fachpraktikern und Fachpraktikerinnen sowie sieben Fahrzeuglackierern und -lackiererinnen ihre Gesellenbriefe und Abschlusszeugnisse. 

Prüfungsbeste Malerin und Lackiererin ist Hannah-Leni Manninga (Betrieb: Malermeister Gerhard Hopp GmbH), beste Fachpraktikerin Natali Poschke (Nordic Campus). Als beste Fahrzeuglackiererin zeichnete die Innung Fiona Hansen (Autohaus Windels Schmidt + Koch GmbH) aus, als besten Schilder- und Lichtreklamehersteller Max Gast (NEWS-Werbung GmbH), Jule Schönau (Boelen Werbetechnik GmbH) und Leon Wahlers (Media House, Inh. Carina Rasmussen e.K.).

Kfz-Handwerk

Die technische Entwicklung in der Kraftfahrzeugtechnik ist rasant. Kfz-Mechatroniker müssen sich heutzutage mit herkömmlichen Verbrennern auskennen wie auch mit Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen. Die Grundlagen für eine Karriere im Kfz-Handwerk legen sie mit der Ausbildung. Diese haben jetzt 22 Kfz-Mechatroniker erfolgreich beendet. Bei der Freisprechungsfeier nahmen sie die Glückwünsche von der Kfz-Innung Bremen, der Conrad Pollmann Stiftung und von Bettina Schiller, Landesvorsitzende der FDP Bremen, entgegen.

Für ihre überdurchschnittlichen Prüfungsleistungen wurden drei ehemalige Auszubildende von der Conrad Pollmann Stiftung ausgezeichnet: Niklas Venhaus vom Ausbildungsbetrieb Bayerische Motoren Werke AG erhielt wegen bester Leistungen eine Urkunde und einen Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro. Noah Tarek Hatab und Marti Thomas Wetjen vom Autohaus Kossmann erhielten wegen guter Leistungen eine Urkunde und Geldpreise in Höhe von je 750 Euro.

Ihren Besonderen Dank richteten Obermeister Hans Jörg Kossmann und Handwerkskammer-Präses Thomas Kurzke an Jörg Metag, Leister des Technischen Bildungszenrums Mitte, der Berufsschule des Kfz-Handwerks in Bremen. Metag engagierte sich viele Jahre lang für die gute Ausbildung im Kfz-Handwerk und verabschiedete sich nun in den Ruhestand.

Tischlerhandwerk

Nach in der Regel drei Jahren Lehrzeit kommt mit dem Bau der Gesellenstücke für die Auszubildenden im Tischlerhandwerk der Höhepunkt ihrer noch jungen Berufslaufbahn. Mit ihren selbst entworfenen und gefertigten Möbelstücken zeigen sie eindrucksvoll, was sie bis dahin gelernt haben. Danach folgt die Freisprechung durch die Tischlerinnung. In diesem Jahr verabschiedete diese insgesamt 35 Tischlerinnen und Tischler sowie neun Fachpraktiker und Fachpraktikerinnen für Holzverarbeitung.

Außerdem würdigte sie die Bestplatzierten beim Wettbewerb „Die gute Form“. Dabei schnitt Daniel Dikkerboom (Ausbildungsbetrieb: Bremer Bühnenhaus GmbH) auf dem ersten Platz ab. Über den zweiten Platz und den Publikumspreis durfte sich Franziska Mundt (Schreinerei Christiansen & Malguth) freuen. Der dritte Platz ging an Nelly Melerski (Bremer Bühnenhaus GmbH).

In den verganegen Jahren haben Auszubildende des Btriebs Bremer Bühnenhaus GmBh immer wieder hervorragende Leistungen bei den Gesellenprüfungen abgeliefert. Dafür wurde der Betrieb jetzt in besonderem Maße von der Innung ausgezeichnet.

Augenoptiker-Handwerk

Die Freisprechungsfeier für 43 angehenden Augenoptikerinnen und -optiker fand auch in diesem Jahr wieder in Dötlingen statt. Eingeladen hatte die Landesinnung der Augenoptiker und Optometristen in Niedersachsen und Bremen alle ehemaligen Auszubildenden der Berufsschulstandorte Bremen und Oldenburg.

Thomas Kurze, Präses der Handwerkskammer Bremen, und deren Hauptgeschäftsführer Alexander Gündermann waren eigens nach Dötlingen gekommen, um ihre Glückwünsche zu überbringen. Ebenso Gerdhard Sievert und Kai Beil als Vertreter der Landesinnung.

Emma Meyerhoff (Augenoptik Müller, Saterland) erhielt als gesamtbeste Auszubildende der Innungsregion Nord-West-Niedersachsen und Bremen einem 300,- Euro-Weiterbildungsgutschein. Mit dem Zeiss-Preis für die beste theoretische Prüfung am Berufsschulstandort Bremen wurde Ann-Katrin Tomas (Optik Pieke e.K., Bremen) ausgezeichnet.

Maßschneiderhandwerk

Im Rahmen ihrer Prüfungen mussten die angehenden Maßschneiderinnen und -schneider ein Ensemble aus Kleid und Jacke bzw. ein Herrensakko anfertigen. Neben handwerklichem Können war auch ein großes Maß an Kreativität und Fachkenntnis gefragt. So fließt neben der handwerklichen Umsetzung des Entwurfes unter anderem auch die Bewertung einer detaillierten Präsentationsmappe ein.

Nach ihrer Ausbildung haben alle Absolventen bereits eine Anschlussperspektive: Eine Anstellung im Theater in den neuen Bundesländern, einem Vertag bei einem renommierten Herrenausstatter in Hamburg und einer pädagogischen Weiterqualifizierung sowie einer Weiterbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb wird die Vielseitigkeit dokumentiert, die die handwerkliche Ausbildung als „Sprungbrett“ bietet.

Freisgesprochen wurden: Lina Borchert (Ausbildungsbetrieb: Theater Bremen, Ben Theo Bruns (Nieders. Landsbühne Wilhelmshaven) und Jamie Lee Jakob (Theater Bremen). Noreia Schulenberg (Theater Oldenburg) schnitt als Landessiegerin und Jahrgangsbeste ab.Bremer Innungen sprechen Auzubildende frei