

Der große Bedarf an Fachkräften ist mittlerweile in vielen Branchen Thema Nummer eins. Im Handwerk hat es noch einmal einen besonderen Aspekt, weil die Betriebe ihre Fachkräftenachwuchs fast ausschließlich über die eigene Ausbildung gewinnen. Bei den diesjährigen Sommer-Freisprechungsfeiern in Bremen gab es deshalb doppelten Grund zur Freude: Einerseits bei den ehemaligen Auszubildenden und neuen Gesellen, andererseits bei den Handwerksbetrieben, die junge Fachkräfte benötigen.
Bei der Freisprechungsfeier der Maler- und Lackierer-Innung (Fotos siehe oben) hatten die Jung-Gesellen und -Gesellinnen die Chance, einen ganz persönlichen Eindruck von den Karrieremöglichkeiten in ihrem Handwerk zu bekommen. Denn bei der Feier waren auch zahlreiche Meisterinnen und Meister, die ihre Prüfungen erst vor kurzem bestanden haben. Insgesamt sprach die Innung 48 Nachwuchskräfte frei, darunter 29 im Beruf Maler und Lackierer, neun im Beruf Fahrzeuglackierer, vier im Beruf Schilder- und Lichtreklamehersteller und sechs im Beruf Fachpraktiker Maler und Lackierer. Die Maler und Lackierer Marcel Schleppe vom Betrieb Hans-Georg Siebrecht und Lorenzo Liebegeld vom Betrieb Lars Öhlrich wurden wegen guter Leistungen geehrt und erhielten außer den Urkunden einen Geldpreis aus der Timmermann-Stiftung. Fahrzeuglackierer Lars Wollenberg vom Betrieb Werner Bollwinkel GmbH erhielt eine Urkunde für gute Leistungen.
Bäcker

Insgesamt zehn junge Fachkräfte werden ab sofort das Bäckerhandwerk in der Stadt verstärken. Bei der Freisprechungsfeier im Gewerbehaus der Handwerkskammer nahmen Sie ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse entgegen. Freigesprochen wurden drei Nachwuchskräfte im Beruf Bäcker sowie sieben im Beruf Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei.
Tischler


Tischler stehen für erstklassiges Handwerk und Kreativität. Beides würdigte die Tischler-Innung bei ihrer diesjährigen Freisprechungsfeier im Handwerkssal des Gewerbehauses. Insgesamt freuten sich 25 Jung-Tischler- und Tischlerinnen über ihre Gesellenbriefe und zehn Fachpraktiker für Holzverarbeitung über ihre Zeugnisse. Sarah Lorenzen (Ausbildungsbetrieb: Aus- und Fortbildungszentrum) sowie Lara Malin Pittelkow (Nordic Campus Berufsbildungswerk Bremen gGmbH) erhielten für gute Leistungen jeweils eine Urkunde. Im Wettbewerb „Die Gute Form“ belegte Farin Jan Schultze (Ausbildugsbetrieb Stefan Grotheer) den ersten Platz, Sarah Lorenzen (Aus- und Fortbildungszentrum) den zweiten Platz.
KFZ



Wiebke Winter ist erst seit wenigen Wochen die neue Vorsitzende der Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion. Trotzdem ließ sie es sich nicht nehmen, den Nachwuchskräften des Bremer Kfz-Handwerks bei der Freisprechungsfeier im Gewerbehaus zu den bestandenen Prüfungen zu gratulieren. Insgesamt 14 ehemalige Auszubildende im Beruf Kfz-Mechatroniker sowie drei Fahrzeugpfleger bekamen ihre Gesellenbriefe und Zeugnisse. : Lenja Feuser (Ausbildungsbetrieb Autohaus Brandt GmbH), Fin Niklas Trabert (BMW AG) und Nissa Wübbenhborst (von Loh GmbH & CO. KG) durften sich als die besten drei Kfz-Mechatroniker jeweils über eine zusätzliche Urkunde und großzügige Geldpreise der Conrad Pollmann Stiftung freuen. Konrad Pollmann überbrachte ihnen seine persönlichen Glückwünsche.
Konditoren


Mit ihrem Fachwissen und ihrem guten Geschmack versüßen sie vielen Bremerinnen und Bremern buchstäblich den Alltag. Jetzt wurden insgesamt neun Konditorinnen und Konditoren bei der Freisprechungsfeier der Innung Bremen/Oldenburg freigesprochen. Laura Müller vom Ausbildungsbetrieb Matthias Cordes) und Keano Schleeberger (Konditorei Knigge, Emil Knigge OHG) bekamen wegen ihrer guten Prüfungsleistungen eine extra Urkunde. Ebenso Viviane Blendek vom Ausbildungsbetrieb Müller & Egerer und Rieke Katrin Krensellack (LENES BIO Backstube), die ihre Prüfungen bereits im vergangenen Winter absolviert hatten. Sophia Eckerskorn (Tobias Mühlbacher) hat ebenfalls im Winter als Prüfungsbeste abgeschnitten.
Friseure



Mit viel Freude und Energie füllten die Gäste der Freisprechungsfeier der Friseurinnung den großen Saal der Handwerkskammer. Insgesamt 43 junge Friseurinnen und Friseure bekamen ihre Gesellenbriefe. Wegen ihrer guten Leistungen gab es für Brahem Brahem (Ausbildungsbetrieb: Handwerk gGmbH), Ali Özdemir (externer Teilnehmer), Levke Wedell (Ute Wieczorek), Heva Baziko (Handwerk gGmbH) und Tanja Sitnikov (Handwerk gGmbH) extra Urkunden. Ebenso für Caitlin Gätsch (Jessica Lipp), die als Prüfungsbeste abgeschnitten hat.
Glaser



Dass sich Engagement und Anstrengung während der Ausbildung lohnen, zeigte Pia Krott bei der Freisprechungsfeier der Glaser-Innung Bremen im Gewerbehaus. Bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills belegte sie in ihrem Jahrgang den 2. Platz. Heute hat sie den Meistertitel und ist mittlerweile selbstständig. In ihrer Rede gratulierte sie den zehn Jung-Gesellen, die in den jüngsten Winter- und Sommerprüfungen bestanden haben. Lars Höhenberger vom Ausbildungsbetrieb Glas Construction GmbH bekam als Prüfungsbester eine extra Urkunde.
Augenoptiker


Mit ihrer Berufswahl haben sie Weitsicht gezeigt, denn Sie werden als gut ausgebildete Augenoptikerinnen und -optiker gebraucht. 41 ehemalige Azubis aus den Innungs-Regionen Nord-West-Niedersachsen und Bremen bekamen bei der Freisprechungsfeier der Landesinnung der Augenoptiker und Optometristen Niedersachsen und Bremen ihre Gesellenbriefe. Glückwünsche nahmen sie unter anderem von Innungs-Geschäftsführerin Bettina Meyer-Burkhardt und Andreas Meyer, Hauptgeschäftsführer der Kammer Bremen (l.) entgegen.
Für den Berufsschulstandort Bremen wurde Malin Jacobs mit dem Preis der Firma Carl Zeiss Vision für die beste theoretische Prüfung ausgezeichnet.
Raumausstatter




Ende Juni präsentierten vier Raumausstatter-Gesellinnen im Schulzentrum an der Alwin-Lonke -Straße ihre Prüfungsboxen und wurden vom Prüfungsausschuss in einem festlichen Rahmen freigesprochen. Kombiniert werden sollte eine europäische Stilepoche mit dem Thema einer bekannten TV-Serie. Umgesetzt mit viel Liebe zum Detail und Kreativität begeisterten die frisch gebackenen Gesellinnen mit „Der kleine Prinz“, „Die wilden 70er“, „Bridgerton“ und „Star Wars“.
Schneidergewerke

Die fünf Auszubildenden in den Gewerken Maßschneiderei und Änderungsschneiderei haben sehr gute Gesamtergebnisse in den Prüfungen erzielt. Prüfungsausschussvorsitzende Gabriele Hagel freut sich darüber, dass alle Absolventen bereits eine Anschlussperspektive haben. Mit einer Anstellung im Theater in den neuen Bundesländern, einem Vertag bei einem renommierten Herrenausstatter in Hamburg, einer direkten Übernahmen durch den Ausbildungsbetrieb und einer pädagogischen Weiterqualifizierung wird ihr zufolge die Vielseitigkeit dokumentiert, die die Handwerkliche Ausbildung als Sprungbrett bietet.

